Serie - die häufigsten Fehler Fremdwährungen

Serie: Fremdwährungen — Die 10 häufigsten Fehler

#02 Den Einfluss von Fremdwährungen auf die Performance ignorieren

 

Wie stark beeinflusst die Währung die Performance?

Wechselkurse wirken eins zu eins auf die Performance in der Heimatwährung. Diese besteht aus zwei Teilen:

  • Anlageperformance (Kurs- und Zinsentwicklung in Lokalwährung)

plus

  • Währungsentwicklung (Kursentwicklung der Anlagewährung zum CHF)

Die Komplexität in Zusammenhang mit Währungsrisiken veranlasst Investoren teilweise dazu, diese Risiken bei internationalen Aktien, Anleihen oder Fonds zu unterschätzen.

Ein Beispiel – 2025 hat es deutlich gezeigt

 

  • S&P 500, +16% (Kursanstieg in USD)
  • USD gegenüber CHF, -12% (Wertverlust zum CHF)

Das bedeuted: Aus +16% wurden für einen Schweizer Investor rund 2% Rendite. Die Währung hat den Grossteil des Kursgewinns aufgezehrt.

Was kann man tun?

 

  1. Risiken bewerten: Exposure + Schwankungen quantifizieren
  2. Direkte Absicherung:Über Termingeschäfte oder ein Overlay besichern
  3. Indirekte Absicherung:Währungsgesicherte Fondsklassen nutzen
  4. Beitrag ausweisen: Anlage- und Währungsrendite getrennt zeigen

 

Die wichtigste Erkenntnis – Wer die Währung nicht steuert, überlässt einen Teil der Rendite dem Zufall.

Der Währungseffekt ist messbar, bewertbar und absicherbar. Ihn zu ignorieren kann teuer werden – ihn aber bewusst zu managen schafft Transparenz und Kontrolle.

  1. Wie gut hat meine Anlage performt?
  2. Wie viel davon kommt aus der Währung?

 

Nächsten Monat

03/10 Die KI fragen, ob eine Währung steigen oder fallen wird…